17.01.2024
Bei der „Alcoa Corporation” handelt es sich um ein US-Unternehmen mit dem Sitz in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Der US-Konzern gehört zu den führenden Unternehmen weltweit im Abbau von Bauxit, dem Raffinieren von Tonerde, um des Schmelzens und Walzens von Aluminium. Der Konzern hat direkte und indirekte Besitzverhältnisse an 27 Locations, die sich auf neun Ländern auf sechs Kontinenten (Kanada, USA, Brasilien, Guinea, Island, Norwegen, Saudi-Arabien, Spanien und Australien) verteilen. Der operative Bereich des Konzerns untergliedert sich in die drei Segmente Bauxit, Alumina und Aluminium. Ab dem Geschäftsjahr 2023 reduziert man den operativen Bereich auf zwei Segmente, nämlich „Alumina“ (Alumina und Bauxit werden nunmehr zusammengefasst dargestellt) und „Aluminium“.
Das Geschäftsjahr bei der „Alcoa Corporation“ entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzern bilanziert via US-GAAP jeweils zum Ende des Monats Dezember eines Jahres.
Einen großen Umsatzsprung im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr konnte man nicht registrieren. Im Geschäftsjahr 2020 betrug der Gesamtumsatz 9,286 Milliarden US-Dollar, in 2021 waren es 12,152 Milliarden US-Dollar und in 2022 12,451 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus fortgeführtem Geschäft lag in 2020 bei gerade einmal 173 Millionen US-Dollar, wurde in 2021 mit 1,199 Milliarden US-Dollar angegeben und fiel in 2022 auf 702 Millionen US-Dollar zurück. Der Jahresfehlbetrag 2020 lag bei 170 Millionen US-Dollar, in 2021 konnte ein Jahresüberschuss von 429 Millionen US-Dollar erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2022 rutschte Alcoa mit 123 Millionen US-Dollar wieder in die Verlustzone zurück. Das EPS auf vollverwässerter Basis wurde für das Geschäftsjahr 2020 mit -0,91 US-Dollar testiert, mit 2,26 US-Dollar in 2021 und mit -0,68 US-Dollar in 2022.
Im Rahmen der Quartalszahlen für das dritte Quartal 2023, die am 18. Oktober 2023 publiziert wurden, gab die Konzernleitung keinen ausreichenden Ausblick auf die Gesamtzahlen 2023. Man gab lediglich die Schätzungen zu den Alumina-Volumen in einer Spanne von 12,7 bis 12,9 Millionen Tonnen und einem Aluminium-Volumen in einer Spanne von 2,5 und 2,6 Millionen Tonnen in 2023 bekann. Die Konzernetage von Alcoa wies demnach keine Schätzungen in Bezug auf Umsatz, EBITDA, EBIT und Gewinn aus. Mit dem Stand des dritten Quartal 2023 betrug der Umsatz i den ersten neun Monaten des Jahres 2023 7,956 Milliarden US-Dollar und lag damit im Vergleich zu den ersten neun Montan des Jahres 2022 in Höhe von 9,788 Milliarden US-Dollar wesentlich niedriger. Der Fehlbetrag in 9M/2023 betrug 501 Millionen US-Dollar, in 9M/2022 wies man noch einen Überschuss von 272 Millionen US-Dollar aus. Die Gesamtzahlen 2023 dürften im direkten Vergleich zu 2022 folglich wesentlich schlechter ausfallen. Dies dürfte jedoch im Kurs bereits ordentlich eingepreist sein. Auf diese Weise könnten positive Überraschungen bei der Bekanntgabe der QIV/2023er-Zahlen die Aktie beflügeln.
Die Konsensschätzungen der Analystenschar gehen für das Geschäftsjahr 2023 von einem Umsatz von rund 10,6 Milliarden US-Dollar und für 2024 von einem Umsatz von rund 10,9 Milliarden US-Dollar aus. Das EBIT wird in 2023 auf etwa -137 Millionen US-Dollar und für 2024 auf rund 527 Millionen US-Dollar prognostiziert. Der Verlust je Aktie könnte sich in 2023 bei rund 2,38 US-Dollar einpendeln – in 2024 könnte der Gewinn je Aktie bei etwa 1,71 US-Dollar liegen. Die Dividende wird über die nächsten Geschäftsjahre stabil bei 0,40 US-Dollar je Anteilsschein erwartet. Die Nettoverschuldung des Unternehmens dürfte in 2023 bei rund 1,1 Milliarden US-Dollar liegen, könnte sich auf Sicht der nächsten beiden Geschäftsjahre schrittweise auf bis zu 820 Millionen US-Dollar in 2025 abbauen.
Am 17. Januar 2024 legt „Alcoa“ die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2023 vor. Die Konsensschätzungen für das EPS liegen bei einem Verlust von 0,81 US-Dollar je Anteilsschein im Rahmen eines zu erwartenden Umsatzes von rund 2,66 Milliarden US-Dollar. Parallle zu den Quartalzahlen für das vierte Quartal 2023 liegen damit auch die Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2023 vor.
Um sich ein Bild zur Aktie von Alcoa aus institutioneller Sicht zu machen, wären die Ratings auf Sicht der letzten 12 Monate näher zu betrachten.
Die jüngste Analyse stammt von „Bank of America Securities“ – die Experten vergaben ein Kursziel von 36,00 US-Dollar und votierten mit „neutral“. Die Experten von „B. Riley Securities“ wiesen mit „neutral“ ein Ziel von 25,00 US-Dollar aus. Weitere Experten von „Morgan Stanley“ stuften die Aktie mit „underweight“ ein und vergaben in Ziel von 27,00 US-Dollar, „HSBC“ bewertete das Wertpapier mit „hold“ und vergab ein Kursziel von 29,00 US-Dollar. Die Spezialisten der „Citigroup“ versahen die Aktie mit „buy“ und einem Ziel von 32,00 US-Dollar, „J.P. Morgan“ votierte mit „neutral“ und einem Ziel von 26,00 US-Dollar, die Analysten von „BMO Capital“ votierten mit „market perform“ und dem Ziel von 28,00 US-Dollar. Die Analysten von „Jefferies“ versahen das Papier mit einem „buy“ und dem Ziel von 40,00 US-Dollar, „Credit Suisse“ mit „outperform“ und 42,00 US-Dollar, „Wolfe Research“ mit „underperform“ und 25,00 US-Dollar und die „UBS“ mit „neutral“ und einem Ziel von 50,00 US-Dollar. Legt man diese 11 Einstufungen mit einer Kurszielangabe zugrunde, so ergäbe sich ein Durchschnittskursziel von 32,73 US-Dollar. Die Aktie ging am Freitag, den 06. April 2023 mit einem Kurs von 30,03 US-Dollar an der NYSE aus dem Handel. Ein leichtes Kurspotenzial zur Oberseite könnte zumindest gegeben sein.
Die vorliegende Analyse des Wertpapiers von „Alcoa“ (Symbol: AA) erfolgt im Tageschartbild – als Referenz wird der Kurs an der New Yorker Börse (New York Stock Exchange/NYSE) herangezogen.
Um die nächsten Ziele für die Bullen und Bären näher technisch ermitteln zu können, wäre auf eine Fibonacci-Analyse abzustellen. Die jeweiligen Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Projektionen könnten dann der Ermittlung der Ziele für die Ober- und Unterseite dienen.
Ausgehend vom letzten Zwischentief des 23. Oktober 2023 von 23,07 US-Dollar bis zum Zwischenhoch des 27. Dezember 2023 von 35,03 US-Dollar, wären die nächsten Widerstände bei den Marken von 30,46 US-Dollar (0.382 Prozent), 32,21 US-Dollar (0.236 Prozent) und 35,03 US-Dollar (0.00 Prozent) abzuleiten. Die nächsten Unterstützungsbereiche wären bei 29,05 US-Dollar (0.50 Prozent), 27,64 US-Dollar (0.618 Prozent), 25,89 US-Dollar (0.764 Prozent) und 23,07 Euro (1.00 Prozent) zu ermitteln. Der Blick auf den Relative-Strength-Index (RSI) verrät zum Zeitpunkt der Analyse mit 47,38 Punkten noch eine technisch neutrale Marktverfassung. (Dem Chartbild wurde zudem die EMA200 in roter Farbe hinzugefügt).
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